Rehpinscher

Den Zwergpinscher gibt es bereits längere Zeit, aber seine heute standardisierten Rassemerkmale wurden durch Josef Berta und den durch ihn gegründeten Club Anfang des 20. Jahrhunderts gesetzt.

Rehpinscher alias Zwergpinscher - Herkunft und Geschichte


Dass der Zwergpinscher im Volksmund auch als Rehpinscher bezeichnet wird, liegt schlicht und einfach daran, dass er von der Farbgebung her einem Reh sehr ähnlich ist. Der Zwergpinscher gehört zu den von der Fédération Cynologique Internationale, oder kurz FCI, anerkannten Hunderassen. In ihrem Katalog ist der Rehpinscher in der Sektion 1.1 der Gruppe 2 unter dem Standard Nummer 185 genau beschrieben. Er wird regional auch als Minpin, als Rehrattler oder als Minidobermann bezeichnet und ist sowohl als Familienhund als auch als Haustier für ältere Menschen inzwischen sehr beliebt. In der Literatur wird dem Rehpinscher nachgesagt, dass er sogar Ratten und Mäuse fangen kann. Dafür zeichnet Theodor Fontane verantwortlich, der den Zwergpinscher in seinem Roman "Der Stechlin" diese Eigenschaften zuschrieb.



Den Zwergpinscher an sich gibt es schon ziemlich lange. Doch die ursprünglichen Formen erinnerten durch ihr oft noch sehr raues Fell eher an einen Schnauzer. In Deutschland gilt als Urheber der reinrassigen Zucht der Rehpinscher Josef Berta. Seinen Bemühungen ist es zu danken, dass in Deutschland im Jahr 1895 der erste Zuchtclub für Rehpinscher entstanden ist. Ihm wiederum ist die heute übliche Differenzierung zwischen dem Schnauzer und dem Rehpinscher zu verdanken. Sie wurde allerdings in den erzielten Zuchterfolgen erst mit dem Fortschreiten des 20. Jahrhunderts deutlich. Sie zeigten sich unter Anderem in dem glänzend glatten Fell, was der typische Vertreter der Rehpinscher alias Zwergpinscher heute aufweist. Der 1895 gegründete Pinscher-Schnauzer-Club ist bis heute der einzige Rassezuchtverband, der bis zum heutigen Tag durch den VDH, also den Verband für das Deutsche Hundewesen, anerkannt worden ist.